Ehe ...

 

Fundstück! Und ohne weitere Ergänzungen, hänge noch in Kapitel 6 fest ...

 

 

Oft wird die Ehe mit einem Hafen verglichen. Mir aber erscheint es richtiger, wenn man schon nach einem entsprechenden Bild sucht, ein Schiff dafür einzusetzen. Der Hochzeit wäre also in diesem Fall die Schiffstaufe zu vergleichen, bei der die festliche Menge der Zuschauer auf den erregenden Augenblick wartet, da das Schiff mit Sekt getauft sich erst langsam, dann immer schneller anschickt, in die Fluten zu gleiten. Auch bei der Hochzeit gibt es meistens viele Zuschauer, man feiert, ist glücklich und glaubt, dass es immer so bleiben müsse. Aber die ersten Klippen sind rascher erreicht, als man denkt, oft schon in der Brautnacht. Später stellen sich weitere Störungen, Schwierigkeiten oder gar Erkrankungen ein, von denen wohl keine Ehe verschont bleibt. Jedes Schiff bedarf eines Steuermanns, und jede Ehe, von beiden Partnern klug gelenkt, wird an den Klippen vorübersteuern können. Dazu bedarf es aber neben dem guten Willen beider Ehepartner wenigstens einer gewissen Grundkenntnis dieser Vorgänge und Gefahren, die daher in folgendem besprochen werden soll.

 

... weiter mit Störungen und Erkrankungen im Verlauf des Ehelebens

aus: "Die gute Ehe. Ein Ratgeber für Mann und Frau (mit vielen Zeichnungen und Abbildungen), C. Bertelsmann Verlag. Aug. 1960

7. Auflage