Internationaler Seefrauentag

 

Hmm. Am 8. März lässt sich dieses Thema einfach nicht aussparen ... Die verzwickte Geschlechterrollenaufteilung an Bord ... was heißt hier an bord??? ... Die einen gingen aufs Schiff, die anderen hatten dort nichts zu suchen, weil sie Unglück brachten ... das Rollenangebot an Land im Dunstkreis der Seefahrt: heulende Heimhüterin oder hinreißende Hafenhure ... Hm. Gleichzeitig ist jedes Schiff weiblich und die Galionsfigur, die fürs Schiffsglück sorgen soll, in der Regel auch. Hm ... Kein weiterer Kommentar, jetzt wird einfach der Internationale Seefrauentag ausgerufen – hab dafür Extra-Forschung betrieben: Wie kommen die Frauen unter die Seeleute?! Ist ja begriffstechnisch gar nicht vorgesehen ...

 

Aktuell im Umlauf: Seefrau, Seefahrerin, Matrosin, Kapitänin (rare Spezies); der Duden bietet auch an: Seemännin. ... huch?! ... Irgendwo steht auch Seebärin.

In Wörterbüchern finden sich ein paar weibliche Formen: navegante, marinera, mareante, navigatrice, мореплавателка, морепла́вательница, моря́чка, sea woman.

Dann gibt es ein paar Begriffe, die angeblich Frauen mit einschließen: 海员 [海員], 航海者 [航海者], sailor, seafarer, mariner, 水手 [水手].

Die meisten Sprachen haben nichts im Angebot.

Im Englischen heißt's zu »Seefrau«: imaginary sea creature

In der arabischen Sprache wird alternativ für Seefrau die Übersetzung für »Schneefrau« angeboten. ... auch hübsch ...

 

Und noch etwas Versöhnliches zum Schluss: Im Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm (19. Jh) ist der SEEMENSCH aufgeführt: »mensch, der das leben zur see gewohnt ist.« ... Mhmm!

 

Auf der fiktiven Schifffahrt sind übrigens ALLE willkommen ...

(nur nicht auf der Brücke: ein »Mr.« an der Spitze würde meine Forschung wirklich nicht so gut auf den Punkt bringen ...!) 

 

Miss A. Ship